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Was ist wichtiger für eine gute Anlageberatung: die Renditeerwartung der Anlageprodukte (die Anlageempfehlung) oder die persönlichen Verhältnisse des Kunden?

Was ist wichtiger für eine gute Anlageberatung: die Renditeerwartung der Anlageprodukte (die Anlageempfehlung) oder die persönlichen Verhältnisse des Kunden?

19.02.2015

Die Finanzindustrie

Für die Finanzindustrie (Banken, Kapitalanlagegesellschaften und Versicherungen) ist diese Frage klar und eindeutig zu beantworten: Die Renditeerwartung eines Anlageproduktes ist das entscheidende Kriterium zur Kommunikation mit den Kunden. Beispiele aus dem Internet gewünscht? Bitte schön:

Deka-Investment: „Befreien Sie jetzt Ihr Geld: Reagieren Sie aktiv auf das Zinstief.“

Allianz AG: „Vermögen-Die Angebote der Allianz im Überblick“ und dann Produkte über Produkte.

Deutsche Bank Privatkunden: „Investments im Überblick“ und dann Produkte über Produkte.

Dafür gibt es meiner Meinung nach zwei einfache Gründe:

Die Finanzindustrie möchte nur Ihr Bestes: Ihr Geld. Über ein Produkt kann man mit einem Werbeträger Millionen von Kunden erreichen. Das ist effizient und kostengünstig. Mit Blick auf die individuellen Verhältnisse des Kunden eine Dienstleistung anzubieten, ist nicht so einfach darstellbar und somit nicht effizient. Die Finanzindustrie erkennt den Vorteil von Verkauf gegenüber Beratung und nutzt diesen schamlos aus (es wird Beratung vorgegaukelt, aber Verkauf praktiziert).

Die Finanzindustrie suggeriert die Fähigkeit, besondere Ertragschancen durch ihre Kompetenz nutzen zu können. Diese Vorteile könne dann der Kunde durch Produkte kaufen. Wer möchte das nicht nutzen?

Doch kann die Finanzindustrie wirklich durch ihre Kompetenz Renditevorteile für ihre Kunden erzielen? Sind Prognosen möglich, die verläßlich zu Gewinnen führen? Daniel H. Kahnemann, 2002 Nobelpreis in Wirtschaftswissenschaften, schreibt dazu:

„Die Vorstellung, dass eine einzelne Person ohne besondere zusätzliche

Information oder Fähigkeiten besser abschneiden kann als der Markt,

liegt abseits jeder Wahrscheinlichkeit.

Im Markt gibt es allerdings haufenweise Leute, die glauben, sie könnten

es besser machen, und haufenweise solche, die ihnen glauben. . . .

Warum glauben Leute, sie könnten das Unmögliche leisten?

Und warum glauben ihnen andere?“

Also organisiert die Finanzindustrie den systematischen Verkauf von Anlageprodukten und garniert dieses noch mit einem Versprechen, dass sie nicht halten kann. So heißt es z.B. bei dem Investmentfonds Carmignac Patrimoine:
„Ziel des Fonds ist es, die Wertentwicklung seines Referenzindikators, …, über einen empfohlenen Anlagehorizont von 3 Jahren zu übertreffen.“
Ein Ziel, das alle Fonds haben, aber natürlich nicht über lange Laufzeiten halten können.

Die Medien

Nun sollte man meinen, die Medien würden diesen Schwindel aufdecken und darüber berichten, wie sich der Verbraucher dieser Aktivitäten der Finanzindustrie erwehren kann. Doch weit gefehlt. Auch die Medienindustrie ist nach dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip aufgebaut. Und mit täglich neuen Berichten von den Kapitalmärkten (z.B. Börse vor Acht) und von Menschen, die das Wünschenswerte (nämlich gute Prognosen abgeben) anbieten, lässt sich trefflich Geld verdienen. Es gibt eine Allianz zwischen den Medien und der Finanzindustrie. Je spektakulärer die Berichte, desto erfolgreicher das Geschäft.

Wer sich diesem Main-Stream entziehen will, muss hart gesotten sein. Denn er hat das Gefühl, das offensichtlich Falsche zu tun.

Die Verbraucher

Die Verbraucher erahnen, dass die Kapitalmärkte, die Renditechancen von Anlageprodukten und die Verkaufsbemühungen der Finanzindustrie nicht so einfach zu ihrem Vorteil sind. Da Ihnen gemäß dem Vermögensbarometer des Sparkassenverbandes die Sicherheit der Geldanlage und eine hohe Flexibilität am wichtigsten sind, entziehen sie sich den o.g. Einflüssen fast komplett und parken ihr Geld auf Konten, Sparverträgen und in Kapitalversicherungen. Doch kostet ihnen diese Verweigerung enorm viel Geld durch entgangene Rendite.

In Zeiten, in denen die Inflation höher ist als die erzielbare Guthabenverzinsung, verlieren die Verbraucher täglich an Kaufkraft und müssen dafür auch noch Steuern zahlen.

Volker Prüser Finanzdienstleistungen

Aus Erfahrung weiß ich, dass Prognosen, und wenn sie noch so sorgfältig abgewogen werden, nicht als Mittel einer guten Anlageberatung taugen. Es ist nicht sinnvoll, nach dem besten Anlageprodukt mit entsprechenden Renditechancen Ausschau zu halten. Doch was soll der Verbraucher tun?

Nachhaltig Investieren

Um dem oben beschriebenen Dilemma zu entgehen, ist es das Wichtigste, die persönlichen Verhältnisse des Kunden in den Mittelpunkt der Anlageberatung zu stellen. Deshalb haben wir bei Volker Prüser Finanzdienstleistungen einen Beratungsprozess entwickelt, der genau dieses sicherstellt: Nachhaltig Investieren.

Dabei wird in 4 Schritten vorgegangen:

Feststellung der individuellen persönlichen und finanziellen Verhältnisse und deren Gestaltungsmöglichkeiten

Feststellung der individuellen Pläne und Ziele und die Berechnung der Erreichbarkeit

Feststellung der individuellen Risikobereitschaft mit Hilfe eines wissenschaftlich fundierten Tests

Und erst dann die Festlegung der individuellen Anlagestruktur. Diese berücksichtigt zwei Ebenen:
Wie viel Kapital muss sicher angelegt werden für:

die benötigten Ausgaben der nächsten 5 – 10 Jahre gem. 1. und 2.

die gewünschte Sicherheit gem. 3.

Feststellung des Kapitals, das zur langfristigen Renditeerzielung eingesetzt werden kann.

Dieser gesamte Prozess hat noch gar nichts mit Anlageprodukten zu tun. Er ist aber das absolut entscheidende Kriterium, um danach die richtige Umsetzung der festgelegten Anlagestruktur vorzunehmen. In der Umsetzung richten wir uns, gemäß unserer Anlagephilosophie, nach wissenschaftlichen Kriterien. Diese stellen sicher, dass nicht wieder die Marktschreier der Finanzindustrie uns verführen und wir uns auch nicht dem aktuellen Kapitalmarktgeschehen unterordnen. Denn: nicht der Kapitalmarkt bestimmt Ihre Anlagestrategie, sondern Sie bestimmen diese auf Grundlage Ihrer persönlichen Verhältnisse.

Sie sollten keine Geldanlage mehr tätigen, die nicht einen solchen Beratungsprozess durchlaufen hat. Volker Prüser Finanzdienstleistungen hilft Ihnen, Ihre Pläne und Wünsche zu finanzieren und bewahrt Sie davor, falsche Produkte zu kaufen. Es ist das Selbstverständnis von Volker Prüser Finanzdienstleistungen, dass wir keine Produkte verkaufen, sondern Lebensentwürfe unserer Kunden verstehen und diese bestmöglich finanzieren. Lebenspläne und auch die Rahmenbedingungen ändern sich immer wieder. Wir sind Ihr Partner, Sie durch alle Veränderungen zu begleiten und zu unterstützen.

29.01.2015, Von: Volker Prüser, Volker Prüser Finanzdienstleistungen

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