Investmentsteuerreformgesetz - Eine neue Steuer auf Ihre Investmentanlagen

11.05.2017

Ab 01.01.2018 gilt das neue Investmentsteuerreformgesetz. Was das für Sie bedeutet, lesen Sie in dem heutigen Artikel. Dieser informiert Sie über:

 
Neue Steuerpflicht für deutsche Investmentfonds:


Deutsche Investmentfonds müssen derzeit Erträge aus Dividenden, Mieterträgen und Gewinnen aus Immobilienverkäufen nicht versteuern. Die Besteuerung dieser Erträge erfolgte ausschließlich auf Anlegerebene.
Ab 01.01.2018 müssen die Investmentfonds diese Erträge mit 15 % versteuern. Dieses ist eine neue Steuerbelastung und schmälert die Renditen der Fonds.
Besonders betroffen davon sind offene Immobilienfonds, da auch die Veräußerungsgewinne der neuen Steuer unterliegen. Kurssteigerungen von Aktien werden auch nach 2018 nicht auf Fondsebene steuerpflichtig.


Erklärend muss man zur Einführung dieser neuen Steuer hinzufügen, dass ausländische Investmentfonds in ganz überwiegendem Anteil bereits ebenfalls mit 15 % Ertragssteuern belastet sind und diese Steuereinführung daher nur zu harmonisierten Verhältnissen führt. Diese Steuerbelastung der Fonds soll auf Anlegerebene nicht zu einer höheren Steuerbelastung führen. Deshalb werden Steuerentlastungen für Anleger eingeführt.
 
Neue Steuerentlastungen für private Anleger:


Die bekannte Besteuerung der Erträge durch die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % zzgl. Soli und Kirchensteuer bleibt erhalten. Auch am Freistellungsauftrag (Sparerfreibetrag in Höhe von € 801,00/€ 1.602,00) ändert sich nichts.
Neu eingeführt werden folgende Teilfreistellungen der Erträge:

Auf die festgestellten Erträge bleiben die jeweiligen Teilfreistellungen steuerfrei. Die Teilfreistellungen werden auch nicht auf den Freistellungsauftrag/ Sparerfreibetrag angerechnet.

Neu ist auch die einheitliche Besteuerung von ausschüttenden und thesaurierenden (die laufenden Erträge eines Jahres werden wieder angelegt und nicht ausgeschüttet) Fonds. Das Verfahren scheint auf den ersten Blick weitestgehend gerecht aber auch sehr komplex zu sein. Als Stichworte nenne ich hier nur folgende Begriffe:

Gerne berechnen wir für Sie Ihr ganz persönliches Beispiel.  

Abschaffung des Bestandschutzes für Fondanteile, die vor 2009 gekauft wurden:

Alle Veräußerungsgewinne für Fondsanteile, die vor 2009 gekauft wurden, und bis 31.12.2017 entstanden sind, bleiben steuerfrei.

Alle Veräußerungsgewinne ab 01.01.2018 für Fondsanteile, die vor 2009 gekauft wurden,  werden für den ab 01.01.2018 entstandenen Teil steuerpflichtig. Für diese „Altfälle mit Bestandsschutz“ wird per 01.01.2018 ein neuer Einstandspreis ermittelt. Nur Gewinne aus der Differenz zu diesem Einstandspreis sind steuerpflichtig.

Auf die danach festgestellten Gewinne ab 01.01.2018 kann die oben beschriebene Teilfreistellung angerechnet werden. Darüber hinaus gilt ein Freibetrag in Höhe von € 100.000,00 pro Person.

Die „Altfälle mit Bestandsschutz“ und damit die Nutzung des Freibetrages können auch vererbt werden.

Sie haben Fragen? Dann helfen wir Ihnen gerne weiter. Lassen Sie uns Ihren persönlichen Fall beispielhaft besprechen. Rufen Sie uns an oder nutzen Sie unser Kontaktformular. 

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Kai Forster (Dipl.-Ing.)

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