Lebensversicherungen kommen nicht aus den Negativschlagzeilen heraus

05.09.2016

In unserem Beitrag “Geldanlagen bei Versicherungen scheinen nicht mehr sicher!” haben wir Ihnen aufgezeigt, dass es wahrscheinlich zu Pleiten von Lebensversicherungen kommen kann. Jeder der kann, ist gut beraten, seine Geldanlagen/Rückkaufswerte bei Lebensversicherungen abzuziehen. Egal, ob Rentenversicherung oder Lebensversicherung; egal, ob klassische Deckungsstockanlagen oder Policen mit Investmentfonds: selbst Verträge über die betriebliche Altersversorgung sind nicht sicher.

Ich informiere Sie, liebe Kunden und Interessenten, heute über zwei neue Ereignisse, die zeigen, welche Gefahr da auf uns zukommt:

1. Die Neue Leben Pensionskasse bricht ihr gegebenes Garantieversprechen

Im Mai 2016 hat die Neue Leben Pensionskasse ihre Kunden darüber informiert, dass sie für alte Verträge statt einer bisher bis Laufzeitende garantierten Verzinsung von 3,25 % ab 2017 für alle ab dann gezahlten Beiträge nur noch 1,25 % garantieren wird. Diese Maßnahme ist mit der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen) abgesprochen, so dass eine Klage seitens der Kunden zwecklos wäre. Ob die Arbeitgeber für diese Minderleistung haften, ist noch unklar. Auch die BVV (die betriebliche Altersversorgung der Banken) sowie die Pensionskasse der Novartis Pharma GmbH planen Leistungskürzungen. Diese Leistungskürzungen verstoßen ebenfalls gegen bisherig gegebene Garantien. Die Garantien der Versicherungsindustrie sind nichts mehr wert.

2. Mitteilung der BaFin: 26 von 84 Lebensversicherungen erreichen derzeit die geforderten Kapitalquoten nicht!

Hintergrund dieser Aussage ist, dass von den 84 Lebensversicherern 43 besondere Maßnahmen nutzen, um einen Übergang ins neue Aufsichtssystem zu schaffen. Die Versicherer müssen mit ihren Eigenmitteln ihre Risiken abdecken können. Die Sicherheitsmittel, die über eine so genannte SCR-Quote (SCR, Solvency Capital Requirement) gemessen werden, müssen mindestens bei 100 Prozent liegen.

Sehr dramatisch ist die Situation bei den Lebensversicherern. Hier sank die Bedeckungsquote von Anfang des Jahres bis Anfang April um 74 Prozentpunkte auf 209 Prozent. Das erscheint auf den ersten Blick immer noch sehr komfortabel. Doch im Markt gibt es laut Bafin große Schwankungen zwischen den einzelnen Unternehmen.

Zudem müssen viele Lebensversicherer gleich zu mehreren besonderen Maßnahmen greifen, um eine ordentliche Quote zu erreichen. Ohne solche Übergangsmaßnahmen hätte es aktuell in der Branche der Lebensversicherer eine Deckungslücke von insgesamt 12,3 Milliarden Euro geben. Besonders betroffen sind 26 Lebensversicherer. Sie hätten die gesetzlich geforderte Quote von 100 Prozent ohne Übergangsmaßnahmen nicht erreicht. Zudem schreibt die Bafin: “Ein Unternehmen musste außerdem eine kurzfristige Stärkung der Eigenkapitalbasis vornehmen, damit wieder eine ausreichende SCR-Bedeckung vorliegt.”

Erzählen Sie im Verwandten- und Bekanntenkreis von diesen schlechten Entwicklungen und retten Sie Ihre Altersvorsorge, solange Sie noch können. Gerne helfen wir Ihnen weiter. Sprechen Sie uns an!

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Das sagen unsere Kunden

Herr Prüser sucht für uns auf dem Finanz- und Versicherungsmarkt die individuell, bestmöglichsten Angebote und übernimmt die Vertragsbearbeitung. Das spart uns viel Zeit und Geld. Er hat mit seiner Fachkompetenz stets die gesamtwirtschaftliche Situation im Blick und erarbeitet ganzheitliche Konzepte. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit.

Kai Forster (Dipl.-Ing.)

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