Systematischer Vermögensaufbau auch mit kleinen Summen

02.09.2016

Mein Sohn Jannik hat es geschafft! Er hat sein Abitur in der Tasche. Doch was kommt jetzt? Damit er diese Frage nicht sofort entscheiden muss, hat er sich für ein freiwilliges politisches Jahr entschieden. Und das Beste daran ist für ihn unter anderem: Endlich richtiges eigenes Geld verdienen!

Gut 400,00 € bekommt er seit 15.08.2016 für seine Arbeit mtl. ausbezahlt. Diese Summe braucht er nicht für den Lebensunterhalt, da er ja noch zu Hause wohnt. Daran soll sich auch zunächst nichts ändern. Außerdem erhält er noch eine Einnahme für das Austragen von Zeitungen.

„Papa, was kann ich mit meinen Sparsummen machen? In Zeiten von einer Null-Zinsphase gibt es doch wohl keine sinnvolle Anlage?“ Weit gefehlt! Wir haben uns einen Dreistufen-Plan erarbeitet. Dieser sieht ungefähr so aus:

  1. Jannik hat sich überlegt, wie viel er für seinen „Konsum“ benötigt. Darunter verstehen wir alle Ausgaben, die für ein ausreichendes Leben mit Spaß notwendig sind: sein Handy, seine Fechtschule, „Party- und Freizeitgeld“ und Kleidung. Dazu ein Puffer, wenn doch mal etwas teurer wird. Dieses Geld verbleibt auf dem Girokonto. Wenn dieses Geld nicht reicht, dann will/muss er sein Konsumverhalten überdenken.

  2. Dann möchte er für die kommenden größeren Ausgaben wie Auto, eigene Wohnung, Wohnungseinrichtung, Urlaub und eventuell Studium sicherheitsorientiert sparen. Bei diesem Sparvertrag steht die Sicherheit des Geldes im Vordergrund. Das Geld soll zur Verfügung stehen, wenn es benötigt wird.

  3. Abschließend haben wir uns angesehen, wie man an den Kapitalmärkten Gewinne (Renditen) erzielen kann. Diese sind bei Aktien am größten! Mit Blick auf die Aktienmarktentwicklungen der letzten Jahre/Jahrzehnte konnte man mit dem MSCI World Index eine durchschnittliche Rendite von 7,8 % p.a. (1970 bis 2015) erzielen. Wir haben uns aber auch besonders die schlechten Aktienjahre angesehen. Mit einem Verlust von 37,8 % im Jahr 2008 wäre die Geldanlage eine Katastrophe, wenn man dann das Kapital benötigen würde. Wer bis heute warten (aussitzen) konnte, hätte wieder einen durchschnittlichen Gewinn von 7,2 % p.a. (2008 bis 2015) eingefahren. Jannik hat sofort erkannt, dass er die Renditepotentiale der Aktienmärkte nur mit Geld nutzen will, das er in den nächsten Jahren nicht benötigt.

    „Was kommt denn dabei raus, wenn ich 5 Jahre monatlich € 50,00 spare?“ € 3.559,79*
    „Und mein Gewinn?“ € 559,79*
    „Einfach fürs Nichtstun?“ „Ja“ „Geil!"
    „Und bei 10 Jahren?“ € 8.552,59*
    „Ist wie viel Gewinn?“ € 2.552,59*
    „Noch besser!“ …

*Bei angenommener Rendite von 7 %

Eine Planrechnung mit einer Verzinsung von 7 % ist nur ein Beispiel. Doch für Jannik ist die Aussicht, € 2.552,59 für „Nichtstun“ als Lohn zu erhalten, sehr verführerisch. Ausserdem hat er auf diese Weise auch gleich den ungeheuren Nutzen von Zinseszins kennengelernt. In den ersten 5 Jahren „nur“ € 559,79“ in den zweiten 5 Jahren schon € 2.552,59 und nach 20 Jahren bei einem Kapitalstand in Höhe von € 25.376,82 einen Zinsgewinn von € 13.376,82. Jannik hat verstanden, dass man Kursschwankungen bei Aktien aussitzen muss, um Renditen zu nutzen. Er ist fest entschlossen, den Aktienspartopf langfristig nicht anzurühren, am besten einfach zu vergessen und sich später einen „Ast“ zu freuen.

Was ich ihm an dieser Stelle noch nicht erklärt habe, sind die Vorteile des Cost-Average-Effektes (Durchschnittskosten-Effekt):

Unter dem Cost-Average-Effekt versteht man die Tatsache, dass ein Anleger für einen gleich bleibenden Betrag bei fallenden Kursen mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger Anteile kaufen kann. Damit erzielt der Anleger bei einem längerfristigen Fondssparplan einen günstigeren Durchschnittspreis für seine Fondsanteile als bei einem einzelnen Kauf. Die Auswirkungen des Cost-Average-Effekts fallen umso stärker aus, je länger der Fondssparplan läuft und je volatiler der Kurs der Fonds ist, in die investiert wird.

Peter Lynch, Manager des Fidelity Magellan Fund, sagte einmal: „Für jemanden, der regelmäßig investiert und einen langen Atem hat, ist es positiv, wenn die Kurse zeitweise sinken.

Um Ihnen den Cost-Average-Effekt besser zu verdeutlichen, nachfolgend ein Beispiel:

Ein Anleger spart monatlich 100 Euro in einen Fondssparplan. Durch die Schwankungen des Börsenkurses des betreffenden Fonds erwirbt er nun jeden Monat eine andere Anzahl an Fondsanteilen. Um die Auswirkungen so einfach wie möglich zu beschreiben, gehen wir von etwas übertriebenen Kursschwankungen aus, bei denen in jedem Monat eine volle Zahl von Fondsanteilen gekauft werden kann:

Monat

Sparbetrag

Fondskurs

Anzahl Anteile

1

100 Euro

100 Euro

1

2

100 Euro

50 Euro

2

3

100 Euro

50 Euro

2

4

100 Euro

25 Euro

4

5

100 Euro

50 Euro

2

6

100 Euro

25 Euro

4

7

100 Euro

50 Euro

2

8

100 Euro

50 Euro

2

9

100 Euro

100 Euro

1

10

100 Euro

50 Euro

2

11

100 Euro

100 Euro

1

12

100 Euro

100 Euro

1

Gesamt

1.200 Euro

 

24

Nach 12 Monaten hat der Anleger insgesamt 1.200 Euro in den Fonds investiert und bedingt durch die Schwankungen des Fondskurses über die Monate verteilt insgesamt 24 Anteile am Fonds erworben. Am Jahresende steht der Fondskurs genau dort, wo er schon zu Jahresanfang stand, der Anleger hätte also bei einer Einmalanlage zu Anfang des Jahres am Jahresende genau 1.200 Euro im Fondsdepot. Durch die monatliche Anlage eines gleich bleibenden Betrages und den Cost-Average-Effekt, hat der Anleger nun 24 Anteile zu einem Kurs von 100 Euro, also 2.400 Euro und damit einen Gewinn von 1.200 Euro oder 100% in seinem Depot.

Zugegeben, dieses Beispiel ist etwas übertrieben, was die Schwankungen des Fondskurses angeht, aber es verdeutlicht Ihnen sehr genau die Auswirkungen des Cost-Average-Effektes.

Jannik hat meiner Meinung nach eine gute Entscheidung getroffen, monatlich zu sparen mit hervorragenden Investmentfonds, die für diese Sparziele ganz besonders gut geeignet sind: günstige Kosten, breite Streuung sowie Investitionskonzepte, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die Renditepotentiale der Kapitalmärkte effizient nutzbar machen!

Wenn auch Sie mit systematischen Vermögensaufbau die Renditen der Kapitalmärkte für sich arbeiten lassen wollen, kommen Sie bitte auf mich zu. Gemeinsam finden wir Ihren Weg zu finanziellem Erfolg.

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Thomas Fischer, Schwanewede (Unternehmer)

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