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Nachfolger für Riester: 2027 startet das Altersvorsorgedepot

Nachfolger für Riester: 2027 startet das Altersvorsorgedepot


10.09.2026


Die Riester-Rente hat die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllt, ihre Verbreitung ist in den letzten Jahren gesunken. Großen Anteil daran hat die obligatorische 100-prozentige Beitragsgarantie, die kaum eine rentierliche Geldanlage zulässt. Für die ab dem 1. Januar 2027 verfügbare Nachfolgelösung namens Altersvorsorgedepot hat der Gesetzgeber daher mehr Freiheiten vorgesehen: Garantien können zwar in Höhe von 80 oder 100 Prozent vereinbart, aber auch außen vor gelassen werden. Damit ist der Weg für Investments in Aktien oder Anleihen frei, was die Renditechancen wesentlich erhöht. Welche Anlagen konkret zulässig sind, legt eine Positivliste fest – allzu spekulative Assets wie Einzelaktien oder Kryptowährungen werden darauf nicht zu finden sein.

Wie die Riester-Rente wird das Altersvorsorgedepot üppig staatlich gefördert: mit 50 Prozent der Eigenbeiträge bis 360 Euro und 25 Prozent für darüberhinausgehende Eigenbeiträge bis 1.800 Euro. Somit können 540 Euro Grundzulage pro Jahr abgerufen werden, zuzüglich 300 Euro pro Kind. Zudem gilt für ein Standarddepot, das immer mit angeboten werden muss, ein Kostendeckel von 1 Prozent.

Bestehende Riester-Verträge können wie gehabt weiterlaufen oder in ein Altersvorsorgedepot überführt werden. Ob sich der Wechsel lohnt, hängt von mehreren individuellen Faktoren ab und sollte daher in jedem Einzelfall mit entsprechender Expertise geprüft werden.


Quellennachweis Foto:  
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